Saltar a: contenido de página | enlaces en la página | menu del sitio | Pie (información del sitio)
  • Spanisch
  • Englisch
  • Deutsch
  • Französisch
15 von Oktober von 2019

Bienvenidos a la WEB:

Axarquía Costa del SOL

denkmäler

Suchen »



Durch »

Archäologische Funde

29310 - Alcaucín

Es handelt sich hier um verschiedene Funde aus der Burg von Zalia. Die Fundstücken aus Keramik entstammen verschiedenen Epochen und wurden in den Orten Boquete und Bulba de Zafarraya in der Gemeinde von Alcaucín entdeckt. Im Jahre 1983 fand man den Kieferknochen eines Neandertalers in der Höhle von Boquete de Zafarraya. Dies ist auch die Höhle, die bis heute am besten erhalten ist. Sie liegt ungefähr 400 Meter im Südwesten des Bergpasses Boquete de Zafarraya entfernt und in einer Entfernung von 450 Metern von dem kleinen Ort Ventas de Zafarrayain in der Provinz von Granada. Die Höhle liegt am Fuße eines Kalksteinhanges auf einer Höhe von 1022 m Metern. Sie ist klein - nur 20 Meter tief, zwischen 0,5 und 2,5 Metern breit und gleicht eher einem Felsspalt. Zwischen 1990 und 1995 wurde im Auftrag der Junta de Andalucía mit den archäologischen Untersuchungen begonnen. 1996 übernahmen die Forschung das Centre Européen de Recherches Préhistoriques (Europäisches Zentrum für prähistorische Forschung) in Tautavel in Frankreich. Durch die Komplexität des Forschungsprojekts wurden viele nationale sowie internationale Studienzentren zu Rate gezogen, was zu einer recht umfangreichen Erforschung der Höhle führte. Die Höhle von Zafarraya ist eng und klein, nicht gerade ein gemütliches Heim. Glücklicherweise liegt allerdings der Höhleneingang in Südrichtung, so hatten die Urmenschen zumindest den ganzen Tag Sonnenlicht. Interessant sind die Funde von Feuersteinen in der näheren Umgebung, sie waren von schlechter Qualität und wurden von den Neandertalern wahrscheinlich weniger verwendet. Denn diese bevorzugten normalerweise einen Stein von höherer Qualität, und den fand man in der Region von Alcolea (Periana) und in Alfarnate, nur sieben bis zwölf Kilometer von hier entfernt. Das könnte bedeuten, dass die Neandertaler den Stein bereits erkannten und die Qualitätsunterscheide feststellen konnten. In der Höhle finden sich zahlreiche Knochenreste der Neandertaler, zum Großteil fragmentiert, nur der Kieferknochen, der im Jahre 1983 entdeckt wurde, ist noch vollständig erhalten. Unter den fossilen Knochen der Neandertaler der Höhle von Zafarraya, sind die exhumierten Knochenreste aus dem Höhleninneren besonders interessant. Es handelt sich um Oberschenkelknochen, ein Schienbein und einen Kiefer. Bei der Analyse der Oberflächen wurden zahlreiche Striemen entdeckt, die darauf schließen lassen, dass bei diesen Knochen das Fleisch an Wangen und Kiefer entfernt wurde. Die Evidenz verbrannter menschlicher Knochen sowie die auffälligen Einschnitte an den Knochenresten mit einem steinernen Instrument lassen fernerhin darauf schließen, das es sich hier weniger um einen kultischen Akt, sondern um Menschenfresserei handelt. Untersuchungsergebnisse: von D. Luís Gerardo Vega Toscano, Professor für Frühgeschichte der Universität Complutense in Madrid, und von D. Cecilio Barroso Ruiz, Prähistoriker und Leiter der Ausgrabungen der Höhle von Zafarraya.

Lokalisierung


 
Entwicklung Sociedad de Planificación y Desarrollo S.A.